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15.09.2019, 15:32 Uhr
Radtour 2019
CDU Ortsverband Essen besucht Höfe
Der schmale Grat zwischen Ökologie und Ökonomie

So lautete das Motto mit dem der Ortsverband der CDU Essen zu einer Fahrradtour eingeladen hatte.

Ziel waren zwei landwirtschaftliche Betriebe, die sich an diesem Nachmittag vorzustellten und erzählten, wie sie mit den Herausforderungen in ihrem Berufsfeld umgehen.

So bekamen die Teilnehmer zunächst einen Einblick in die herkömmliche Rinderzucht in einem Stall aus den 1990 iger Jahren von Landwirt Reiner Moormann. Die betriebswirtschaftlichen Kriterien (Einkauf, Produktionskosten, Verkaufspreise) sind entscheidend.

(Ein Kalb kostet ja oft nichts, die Kuh mit der Milch wird für die Zucht benötigt und muss daher einmal im Jahr kalben. „Eine gute Runde Bier auf dem Schützenfest“ gab er als Rechengröße schmunzelnd preis. )

Der neue, moderne Stall sorgt für erheblich mehr „Wellness“. Neben dem Radio, bietet dieser erheblich mehr Platz je Rind mit Strohunterlage Holzspielzeug zur Beschäftigung. Die offenen Giebel und Tore des Stalles sorgen für eine stetige Belüftung. Auch im Winter und bei kälteren Temperaturen gibt es keine Probleme. Die Wohlfühltemperatur dieser Rinder liegt bei 2 Grad Celsius lernten die Teilnehmer. Die favorisierte Rinderrasse sind seine Charolais-Rinder, darunter sein kürzlich ausgezeichneter Bulle.

Ein völlig anderes Bild ergab sich auf dem Hof Heßler bei der Vorstellung der Biogas-Anlage, die täglich mit einem Mais-Roggensilo-Gülle-Gemisch die umliegenden Nachbarn mit der gewonnenen Energie versorgt. Auch in diesem Betrieb werden alle Investitionen genau auf ihre Rentabilität überprüft.

Der ökologische Aspekt wurde gleich zu Beginn der Führung genannt. 1 ha Mais erzeugt 2,5 mal soviel Sauerstoff wie die gleiche Fläche Wald und reicht aus zur Erzeugung von 80.000 Eiern oder der 19000 Litern Milch. Zusätzlich liefere er Sauerstoff für 70 Menschen. Der Mais ist anderen Pflanzen ökophysiologisch überlegen, da sie weniger Wasser benötigt aber dennoch ein hoher Energielieferant ist.

Anschließend rundete Kaffee und Kilmerstuten den Nachmittag ab. Eine gelungene, informative Veranstaltung waren sich die Teilnehmer einig. Man merkt, dass diese Landwirte für ihr Thema „brennen“ und diese sich den zukünftigen Herausforderungen stellen wollen.

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